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Die Rasur

Rasur-Tipps

So gelingt die perfekte Rasur -
von Anfang an:


Die Seife/Rasiercrème erfüllt zwei Aufgaben:

Sie lässt zuerst das Barthaar aufquellen, wodurch dieses weich wird und weiter aus dem Haarkanal hervortritt. Dann lässt sie die Haut leicht aufquellen wodurch das Barthaar noch weiter aus dem Haarkanal hervor gedrückt wird. Ca. 30 Minuten nach der Rasur hat sich die Haut wieder normalisiert und das Barthaar ist zurück in den Kanal gesunken. So ist die Rasur sanft und gründlich und hält gut einen Tag vor.

Die Vorbereitung:

Gesicht mit warmen Wasser und Seife waschen und somit von Fett befreien. So kann das Barthaar Wasser aufnehmen und quellen. Wenn Sie morgens duschen, dann duschen Sie am besten vor der Rasur. So kann das Barthaar gut aufweichen. Gesicht warm und feucht halten. Durch Auflegen eines heißen Tuchs (Gästehandtuch) für ca. 30-60 Sekunden lässt sich die Rasurvorbereitung entscheidend verbessern und verschönern.

Die feuchte Wärme entspannt die Haut und macht die Haarwurzel flexibel. Ist Ihre Haut sehr sensibel oder sogar trocken oder wenn Sie mit der Messerrasur gerade angefangen, können Sie auf die nasse Haut ein Öl auftragen. Dies pflegt die Haut und gibt ihr einen zusätzlichen Schutz. Reiben Sie es sanft kreisend in das nasse Barthaar.

Die Rasurvorbereitung ist 80% der Rasur:

Weichen Sie Ihr Barthaar immer gründlich ein, sonst kann auch das schärfste Messer hier kaum etwas ausrichten und die Rasur wird sehr unsanft. Das heiße Tuch wirkt hier Wunder!

Der Rasierschaum:

Auch hier: Verwenden Sie heißes (nicht kochendes!) Wasser aus der Leitung. Kalter Schaum ist keine Freude und kontraproduktiv zur Vorarbeit. Rasierpinsel mit heißem Wasser ausspülen. (Wenn Sie eine große Tasse zum Schaumschlagen benutzen, wärmen Sie diese ebenfalls mit heißem Wasser vor.) Rasiercreme oder Seife mit einem Dachshaarpinsel aufschlagen bis ein feinporiger und cremiger Schaum entsteht. Dabei gilt als Richtwert für die Creme: Ein Strang von ca. 2-3 cm und ein tropfnasser Pinsel reichen. Wird der Schaum zu fest, einfach ein kleines Schlückchen heißes Wasser nachgeben. Möchten Sie den Schaum direkt im Gesicht aufschäumen, dann nehmen Sie anfangs sehr wenig Wasser (Pinsel ausschütteln) und tauchen die Spitzen des Pinsels bei Bedarf leicht in heisses Wasser bis Sie die richtige Konsistenz erreicht haben. Tragen Sie den Schaum mit dem Pinsel in kreisenden Bewegungen auf und arbeiten Sie ihn ca. 2-3 Minuten ein (letzteres entfällt beim Aufschäumen im Gesicht). Dabei auch gegen den Strich arbeiten, damit die Seife das Barthaar umschließen kann und sich das Haar aufstellt. Die Dachshaare entfernen so auch sanft tote Hautzellen und die Massage mit dem Pinsel regt die Durchblutung der Haut an.

Die Rasur:

Der erste Durchgang wird mit dem Strich geführt. Schauen Sie sich also vor Ihrer allerersten Rasur die Wuchsrichtung des Barthaares genau an. Gehen Sie sanft und ohne Druck mit dem Messer über die Haut und machen sie nur kurze Bewegungen (ca. 1-2 cm Abschnitte). Dabei beträgt der ideale Winkel von Messerrücken zur Haut ca. 30 Grad. Beginnen Sie mit den glatten Flächen im Gesicht und ziehen Sie die Haut mit der freien Hand etwas straff. Das Straffziehen lässt das Barthaar weiter aus dem Haarkanal treten und sich so tiefer abschneiden. Lassen Sie sich Zeit und geben Sie sich der Rasur hin. Sollte der Rasierschaum zwischendurch antrocknen, schäumen Sie mit dem Pinsel kurz nach. Der zweite Durchgang wird entweder quer oder gegen den Strich geführt. Einige bevorzugen auch hier einen weiteren Durchgang mit dem Strich. Probieren Sie aus, was bei Ihnen am besten funktioniert. Für die ersten Rasuren mit dem Messer empfehle ich den zweiten Durchgang wiederum mit dem Strich zu führen. Wird der erste Durchgang sofort gegen den Strich begonnen, kann sich das Barthaar in den Haarkanal einrollen und unter der Haut weiterwachsen (eingewachsenes Barthaar). Daher immer mit dem Strich beginnen. Dies kürzt das Haar um ca. 80%.

Die Rasurdisziplin:

Je empfindlicher die Haut, desto seltener sollten Sie mehrmals über die gleiche Stelle gehen. Als Regel gilt hier nicht mehr als 3 mal. Probieren Sie aus, was bei Ihnen funktioniert. Gerade am Anfang sollten Sie sich daran halten. Später können Sie davon wahrscheinlich immer mehr abweichen.

Der Abschluss:

Nun das Gesicht mit kaltem Wasser von den Seifenresten befreien. Je kälter das Wasser desto erfrischender und angenehmer der Effekt. Die Haut zieht sich nun wieder zusammen und das Barthaar sinkt langsam in den Haarkanal zurück. Tupfen Sie die Haut mit einem sauberen Handtuch trocken. Reiben Sie nicht. Dann tragen Sie einen After Shave Balsam oder/und ein Öl auf.
Auch hier: Nicht reiben und rubbeln, sondern schnell und sanft arbeiten. Widerstehen Sie dem Drang zu fühlen, wie gründlich die Rasur war. Das Gesicht wird nun mindestens eine Stunde lang nicht “begrabbelt”. Den Pinsel mit reichlich frischem Wasser ausspülen (ca. 20 Sekunden lang!) und das Restwasser aus dem Handgelenk ausschlagen. Er wird zum Trocknen entweder hingestellt oder aufgehängt. (Je nachdem ob Sie der Physik und somit der Kapillarkraft vertrauen wollen oder nicht.) Das Rasiermesser wird gründlich mit heißem Wasser abgespült und mit dem Handtuch o.ä. vorsichtig getrocknet.

Allgemeine Hinweise und Hilfestellungen:

Wir empfehlen After Shave Balsame und keine After Shaves. Der hohe Alkoholanteil des After Shaves kann die Haut austrocknen. Dadurch kann es passieren, dass die Haut sich leicht verhärtet und das nun darunter liegende Barthaar nicht mehr durch die Oberfläche stoßen kann und somit einwächst. After Shave Balsame haben entweder einen sehr milden pflanzlichen Alkohol (Pflanzlicher Gärungsalkohol) oder gar keinen. Gleichzeitig enthalten sie Öle und Fette, die die Haut geschmeidig halten und pflegen. Probieren Sie, was bei Ihnen gut funktioniert. Desinfizieren tun auch die Balsame ohne Alkohol, da diese meist ätherische Öle enthalten, die eine keimabtötende Wirkung haben.

Zu guter Letzt:

Lassen Sie sich nicht entmutigen. Das Erlernen der Nassrasur mit dem Rasiermesser dauert seine Zeit. Früher war dies Bestandteil der Ausbildung zum Coiffeur. Legen Sie ganz am Anfang einen nicht so hohen Massstab an, was die Gründlichkeit der Rasur anbelangt. Mit der Zeit und der Ruhe kommt das Können und dann werden Sie diese Königsdisziplin der Rasur nicht mehr missen wollen.

Den Spaß erhalten:

Rasieren Sie anfangs nur die grossen Flächen mit dem Strich und den Rest erledigen Sie mit einem Rasierhobel. Die Anschaffung eines solchen empfiehlt sich in jedem Fall, da er nicht viel kostet und die Lernkurve hier sehr steil ist. Sie haben dann auch etwas, wenn es mal schnell gehen muss.

Zeit:

Geben Sie sich Zeit. Planen Sie mindestens 6 Monate des täglichen Rasierens mit dem Rasiermesser
ein.
Und…. nehmen Sie sich Zeit für die Rasur.

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